Aussichtslos
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Es macht mir eigentlich keine Freude
in meine eigene Hand zu schneiden,
rote Tränen zu beobachten,
die einen kleinen Rinnsal bildend mich verlassen.
Die einzige Möglichkeit mich an mir zu rächen
Zu sühnen für das was ich sprach und tat.
Ohne bewußt gehandelt zu haben.
Es kommt mir vor als hätte ich nie gelacht
nie geweint,
gelacht geweint


Gothes Erben - Rote Tränen

Genaue Zahlen, wie viele Menschen sich in Deutschland selbst verletzen, gibt es nicht, nach Schätzungen sind es ca. 800.000 Mädchen, mit Sicherheit aber mehr. Daten über Jungen gibt es kaum, die Zahl wird aber als deutlicher geringer eingestuft; das Verhältnis ist etwa 5:1.

Frauen und Mädchen neigen viel häufiger zu Selbstverletzungen als Männer und Jungen, da sie gewöhnlich in vielen Dingen benachteiligt werden; sie bekommen weniger Anerkennung, im materiellen wie immateriellen Sinne.
Frauen lernen, sich selbst zurückzunehmen, nachzugeben, lernen zurückzustecken. Sie sollen Bedürfnisse anderer erfüllen, auf Kosten der eigenen Bedürfnisse. Frauen sind gewöhnlich eher passiv, fühlen sich benutzt, missbraucht - machtlos. Frauen werden nicht ermutigt, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, sie zu äußern, so dass sie oftmals die Wut, das Gefühl von Nutz- und Wertlosigkeit gegen sich selber richten. Außerdem werden Frauen häufiger Opfer sexuellen Missbrauchs, und diese Erniedrigung hat oftmals Selbstverletzung zur Folge.
Das soll nun nicht heißen, dass Männer keine Selbstverletzungen vornehmen. Die Gesellschaft verändert sich, Männer rücken immer mehr in den Mittelpunkt, ihr Aussehen, ihr Körper. Auch sie stehen unter dem Druck, gut aussehen zu müssen - Essstörungen werden bei Männern immer mehr...
Mädchen aber haben schon in der Erziehung Angst vor Liebesentzug, da sich ihre Agressionen als erstes gegen die Mutter richten. Das führt zu einem nach Innen richten der Aggressionen während Jungen eher fremdaggressiv agieren.

SVV beginnt häufig in der Pupertät, die bekannterweise eine schwierige Phase ist, in der es ein grosses Aggressionspotential gibt - dass Mädchen schlecht nach außen bringen können. Wenn sie einen Verlust von Liebe und Anerkennung erfahren, nachdem sie versucht haben ihre Interessen durchzusetzen, suchen sie die Fehler oft bei sich selbst. Aus diesem Konflikt resultiert oft eine depressive oder autoaggressive Reaktion.

Es ist umstritten, ob bei der Verletzung des eigenen Körpers Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet werden, die den Schmerz lindern, wie es bei körperlicher Anstrengung oder auch einer Geburt der Fall ist. Diese werden in Verbindung mit Adrenalin ausgeschüttet, da der Körper durch die Selbstverletzungen in eine starke Form des Stresses versetzt wird.
Es steht fest, dass eine Gewöhnung stattfindet, die extremere Selbstverletzungen nach sich zieht (tiefere Schnitte, großflächigere Verbrennung), um das „Glücksgefühl” zu verspüren.
Nicht immer allerdings werden Endorphine oder Adrenalin ausgeschüttet; bei „Beißern” tritt nicht die Form des Stresses auf, sondern genau das Gegenteil: Der Betroffene steht unter Druck. Besonders durch das Beißen im Mundinneren wird Stress, enormer Druck, abgebaut. Wie bei anderen Verletzungen auch werden die Wunden immer größer bzw. tiefer, um den (wiederum durch das Beißen provozierten und gesteigerten) Druck abbauen zu können. Überdies ist therapeutisch nicht eindeutig erwiesen, ob es sich bei autoaggressivem Verhalten um eine Art „Selbstbelohnungs- oder Selbstbestrafungstrieb” handelt.

SVV ist oft nur ein Symptom unter vielen, daher kann man diese Aussagen nicht verallgemeinern. Vielen SVVler sind ihre Probleme vielleicht gar nicht bewusst; sie fühlen sich unverstanden, weil es nach außen so aussieht, als hätten sie ein ganz normales Leben und dürften gar keine Probleme haben. Gerade der Satz "Was willst Du denn schon für Probleme haben?" tut weh und ist sicher nicht die richtige Reaktion, wenn jemand versucht sich einem anderen Menschen anzuvertrauen!

Quellen: rotetraenen.de, verletzteseele.de.gg, wikipedia.de










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