Aussichtslos
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No rain can wash away my tears
No wind can soothe my pain


Wolfsheim - Once In A Lifetime


Hauptsymptome
Verlust von Interesse und Freude
Es handelt sich hierbei um die stark verminderte oder sogar völlig erloschene Fähigkeit, sich an wichtigen Dingen des Alltags zu freuen bzw. daran teilzunehmen. Dieses kann sich auf das gesamte soziale Umfeld, also Familie, Freundeskreis oder den Beruf erstrecken, aber auch das Interesse an Hobbies, Sport oder sexuellen Aktivitäten betreffen.

Depressive Stimmung
Die depressive Stimmung läßt sich am besten mit den Worten innere Leere umschreiben. Es stellen sich Situationen ein, in denen das Gefühl der Verzweiflung quasi aus heiterem Himmel – also aus Sicht eines Außenstehenden objektiv grundlos – vorherrschen.

Verminderung des Antriebs
Unter Antrieb wird die Kraft verstanden, die uns ein zielgerichtetes Verhalten erlaubt, also die Energie für unser tägliches Leben. Ist der Antrieb vermindert, stellt sich das Gefühl der Energielosigkeit ein. Die Motivation zur Durchführung selbst einfacher Alltagsaktivitäten Führen des Haushalts, Kochen oder gar Essen bis hin zur Körperpflege ist abhanden gekommen – die Antriebslosigkeit wirkt wie eine tonnenschwere Last, die jede Bewegung ausbremst.

Zusatzsymptome
Konzentrationsstörungen
Häufig fällt es schwer, mit den Gedanken bei einer Tätigkeit oder einer Aufgabe zu bleiben. Das Gedächtnis ist manchmal wie das sprichwörtliche Sieb und die Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt häufig eingeschränkt.

Mangelndes Selbstwertgefühl, -vertrauen
Ein depressiv erkrankter Mensch erlebt nicht nur seine Umgebung dunkel und grau, er sieht sich häufig auch selbst durch die negative Brille. Er empfindet sich als wertlos und oft als Belastung für sein Umfeld. Auch vergangene Leistungen oder Fähigkeiten werden als sinn- oder nutzlos abgewertet.

Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit
Einhergehend mit mangelnden Selbstwertgefühlen neigen depressive Menschen dazu, sich Fehler und Versäumnisse vorzuwerfen – und sich dafür im Sinne eines Schuldigen verantwortlich zu fühlen. Depressive Denkinhalte umfassen oft Themen, wie z.B. Schuld, Sünde, Schmutz, Armut und können sich manchmal bis hin zum Wahn steigern: die Angst um das Seelenheil oder den Besitz sowie die Neigung des depressiv Erkrankten, sich in seiner Nutz- und Wertlosigkeit selbst die Schuld dafür zu geben.

Pessimistische Zukunftsperspektive
Entsprechend der negativen Selbst- und Weltsicht, die der depressive Mensch hat, sieht er auch seine Zukunft als hoffnungs- und aussichtslos. Jeder neue Tag wird als weitere Belastung erlebt, dazu können sich Ängste vor allem und jedem gesellen.

Lebensüberdruss, Selbsttötung
Wenn die quälenden Gedanken der Sinnlosigkeit und der inneren Leere einen immer größer werdenden Raum einnehmen, kann sich das Gefühl des Lebensüberdrusses ausbreiten. Oft erscheint der eigene Tod als einziger Weg aus dem Tal der dunklen Gefühle. An die Gleichgültigkeit des eigenen Lebens/Seins können sich konkrete Gedanken zur Durchführung einer Selbsttötung anschließen und werden als Erlösung von der Qual angesehen. Von den ersten Gedanken an den Freitod bis zum Selbsttötungsversuch können in Einzelfällen nur wenige Stunden vergehen, häufiger jedoch kreisen diese Gedanken wochen- bis monatelang im Kopf eines depressiven Menschen.
Bei ersten Hinweisen einer Selbsttötungsabsicht muss sofort ein Arzt oder eine Klinik aufgesucht werden!

Schlafstörungen
Zu den ersten und häufigsten Symptomen einer Depression gehören Nichtein- oder -durchschlafen können. Morgendliches Früherwachen zwischen 3 und 5 Uhr und vor lauter Gedankenkreisen und Grübeln nicht mehr einschlafen zu können, ist typisch. Nach dem morgendlichen Aufstehen liegt nicht eine erholsamen Nacht hinter dem Depressiven, sondern er fühlt sich schlapp, kraftlos, fahrig und erschöpft. Trotz einer enormen Müdigkeit am Abend, kann sich diese Ein- und Durchschlafstörungen sowie frühmorgendliches Erwachen mit quälenden Grübeleien Nacht für Nacht wiederholen.

Appetitverminderung
Gewichtsverluste treten relativ häufig bei depressiven Patienten auf und sind das Resultat aus mangelndem Appetit. Das Essen schmeckt einfach nicht mehr und der Depressive muß sich regelrecht zum Essen zwingen.

Weitere charakteristische Symptome
Libidoverlust
Ein nachlassendes Interesse an Sexualität und eine Beeinträchtigung der sexuellen Funktionen belasten viele depressive Menschen zusätzlich und verstärken ihr mangelndes Selbstwertgefühl. Zu den sexuellen Beeinträchtigungen gehören der Mangel, überhaupt noch Lust zu empfinden, aber auch Erektionsstörungen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Grübeln, Entscheidungsunfähigkeit
Langes Hin- und Herüberlegen auch bei alltäglichen Prozessen, Gedankenkreisen um immer ein und dieselbe Sache, können eine Depression kennzeichnen. Entscheidungen, die ein Gesunder mit einem klaren "ja" oder "nein" beantwortet, können vom Erkrankten nicht getroffen werden: "Gehe ich heute spazieren?" kann endlos lange im Kopf eines Depressiven diskutiert werden, ohne dass er zu einem Ergebnis kommt.

Gefühl der Gefühllosigkeit
Antriebslos, freudlos, hoffnungslos, kraftlos, mutlos – anders ausgedrückt: gefühllos. Dies empfinden viele depressive Menschen. Schöne Gefühle wie Freude, Heiterkeit, Zuversicht, aber auch Traurigkeit, Verlust weichen einem Zustand von innerer Erstarrung, einem Abgestumpftsein oder dem Gefühl von Leere.

Unruhe und Getriebenheit
Depressionen können sich nicht nur im Sinne einer Hemmung äußern. Im gegenteiligen Fall sind die Patienten von quälender Unruhe getrieben, sind schreckhaft und übererregt. Das Gefühl der inneren Unruhe läßt sich manchen Menschen wie ein Dampfkochtopf fühlen, der kurz vorm Platzen steht.

Körperliche Symptome
Oft versteckt sich eine Depression hinter einer Vielzahl von körperlichen Symptomen und entsprechend schwierig gestaltet sich die Diagnose. Spannungs- und Druckgefühle oder Schmerzen im Kopf oder der Herzgegend, Nacken- und Rückenschmerzen, Probleme im Magen-Darmtrakt mit Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall, Atemstörungen, Schluckstörungen, Menstruationsprobleme – es gibt eigentlich kaum ein Organsystem, durch das sich eine Depression nicht ausdrücken kann.
Die Abklärung dieser körperlichen Beschwerden bleibt objektiv meist ohne Befund, die subjektiv empfundenen Störungen oder Schmerzen sind für den Betroffenen jedoch sehr real.

Übernommen von depressionen-verstehen.de










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