Aussichtslos
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Die Ursachen, die zu einer Depression führen, sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Es ist wohl, wie bei vielen Erkrankungen, von einer Multikausalität auszugehen: Biologische Faktoren, entwicklungsgeschichtliche Erlebnisse, aktuelle Ereignisse können eine Rolle spielen. Von Fall zu Fall muss geklärt werden, wo jeweils das Schwergewicht liegt.

Erbliche (genetische) Veranlagungen
Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien belegen: Kinder eines bereits depressiv erkrankten Elternteils können mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von dieser Erkrankung betroffen sein als Nachkommen von Eltern, die nie unter einer Depression litten.

Zwillingsstudien zeigen, dass im Vergleich zu Effekten der gemeinsamen familiären Umgebung genetischen Faktoren eine entscheidende Bedeutung zukommt. So sei das Risiko für Kinder, bei denen ein Elternteil depressiv erkrankt ist, bei 10–15%, ebenfalls zu erkranken und bei vorhandener Erkrankung beider Elternteile von 30–40%.

Die Zwillingsstudien zeigen umgekehrt auch, dass die genetische Komponente nur ein Teilfaktor ist. Selbst bei identischer genetischer Ausstattung (eineiige Zwillinge) erkrankt der Zwillingspartner des depressiven Patienten in weniger als der Hälfte der Fälle.
Beim Entstehen einer Depression spielen immer auch Umweltfaktoren eine Rolle. Darüber, wie die mögliche genetische Grundlage der Depression allerdings aussehen könnte, besteht keine Einigkeit. Einvernehmen herrscht nur darüber, dass es ein isoliertes „Depressions-Gen“ nicht gibt.

Zu bedenken ist, dass zwischen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren komplizierte Wechselbedingungen (Genom-Umwelt-Kovarianz) bestehen können. So können genetische Faktoren z.B. bedingen, dass ein bestimmter Mensch durch eine große Risikobereitschaft sich häufig in schwierige Lebenssituationen manövriert.
Umgekehrt kann es von genetischen Faktoren abhängen, ob ein Mensch eine psychosoziale Belastung bewältigt oder depressiv erkrankt.


Neurobiologische Ursachen
Bei Depressionen liegt ein Ungleichgewicht oder eine gestörte Konzentration von bestimmten Botenstoffen im Gehirn, den so genannten Neurotransmittern, vor oder die Resorption/Reizbarkeit der Synapsen ist verändert - das serotonale und/oder noradrenale System ist gestört.

Die Neurotransmittern sind für die Informationsübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen zuständig. Ein Missverhältnis dieser Botenstoffe kann nicht nur Ursache der Depression, sondern auch Grund für andere Erkrankungen sein.
Unklar ist jedoch, ob die Veränderung des Serotoninspiegels eine Ursache oder eine Folge der depressiven Erkrankung ist.

Im Blut und Urin von Depressiven lassen sich in der Regel überhöhte Mengen des Stresshormons Kortisol nachweisen.

Traumatische Faktoren
Ein weiterer Erklärungsansatz für das Auftreten von Depressionen geht davon aus, dass schmerzliche Erfahrungen, die ein Mensch lebenslang macht, entsprechend „abgespeichert“ werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die gespeicherte Erfahrung durch ähnliche Situationen aus dem Unterbewusstsein abgerufen werden und eine depressive Störung auslösen. Hierzu zählen beispielsweise Verlustängste gegenüber der Mutter, die dann später z.B. in einer Konfliktsituation mit dem Ehepartner wieder hervortreten.
Ebenso kann durch zwischenmenschliche Kränkungen in Partner- oder Freundschaft, durch Verlust des Arbeitsplatzes oder den Tod eines nahen Angehörigen eine Depression ausgelöst werden.

Sonstige Faktoren
Es gibt zahlreiche Erkrankungen wie z.B. Schilddrüsenerkrankungen, in deren Folge auch Depressionen ausgelöst werden können. In diesen Fällen wird der behandelnde Arzt bemüht sein, zunächst die Haupterkrankung wirkungsvoll zu therapieren. Häufig genügt die Therapie der ursächlichen Erkrankung, um danach die Depression erfolgreich behandeln zu können.

Darüber hinaus können auch einige Arzneimittel, die zur Behandlung von bereits bestehenden organischen Erkrankungen angewendet wurden, als Nebenwirkung Depressionen auslösen.
Deshalb sollte jeder Patient bereits beim ersten Gespräch mit dem Arzt alle zur Zeit eingenommenen Medikamente benennen. Eine Arzneimittelumstellung auf ein anderes Präparat kann in bestimmten Fällen bereits die Depressionssymptomatik zum Abklingen bringen.
z.B. können Malaria-Prophylaxe-Präparate, Betablocker, Interferon und die in Antibabypillen enthaltenen Gestagene Auslöser sein.

Ein biogener Auslöser ist der Mangel an Tageslicht. Bei der so genannten saisonalen, auch Winter- oder Herbstdepression genannten, Depressionen treten durch den zu wenig Sonnenlicht regelmäßig über die Wintermonate depressive Symptome auf, die im Frühjahr wieder abklingen.

Quellen: depressionen-verstehen.de, wikipedia.de










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